Machbarkeitsstudie Quartierslösungen

Quartierslösung Krailling - Die Gemeinde Krailling will in punkto Energiewende und Klimaschutz neue Wege beschreiten. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wird derzeit untersucht, ob sich im Umkreis der Ringstraßen-Siedlung Energie vor Ort und im Verbund erzeugen lässt. Das Regionalwerk Würmtal ist mit von der Partie.

Mit einer Beratungsoffensive hat die Gemeinde Krailling den Bewohnern der Reihenaus-Siedlung Ringstraße 2012/2013 Energiesparmöglichkeiten aufgezeigt. Damals wurde der Wunsch nach einer Nahwärmeversorgung laut. Für das kleine Quartier war dies schwer umsetzbar, auch weil der Platz für ein Blockheizkraftwerk fehlte. In einer Machbarkeitsstudie lässt die Gemeinde jetzt prüfen, ob ein
erweiterter Umgriff andere Lösungen möglich macht. Die energetische Quartierslösung zielt darauf ab, ein Maximum benötigter Energie vor Ort zu erzeugen - sowohl für die Wärme- als auch Stromversorgung. Erste Ergebnisse legte die mit der Untersuchung beauftragte Würmtal-Holding in Zusammenarbeit mit dem Büro für Energiewende (BFDE) am Dienstag bei einem Infoabend für Anwohner im Rathaus vor.

115 Gebäude mit 216 Haushalten werden im Bereich zwischen Luitpold-, Elisen- und Margaretenstraße unter die Lupe genommen, Satellitenbilder ausgewertet, Anwohner angeschrieben. Bislang lägen zu gut einem Drittel der Gebäude Informationen vor, so BFDE-lnhaber Andreas Jordan. Der Rücklauf der Umfrage sei allerdings „nicht berauschend" gewesen. 90 Prozent hätten aber Interesse an einer Quartierslösung bekundet.

Eines steht bereits jetzt fest: Eine Gesamtlösung wird es für das Gebiet nicht geben, wie Peter Drausnigg, Geschäctsführer des Würmtal-Regionalwerks, betonte. Das Quartier sei zu unterschiedlich strukturiert. Denkbar sind laut Jordan aber Lösungen in Teilbereichen. So etwa ein Wärmeverbund für die Ringstraße mit umliegenden Geschossbauten und Gewerbeflächen. Aufgrund des großen, oftmals mehr als 20 Jahre alten Bestands an Ölheizungen besitze dieser Ortsbereich ein „hohes ökologisches Optimierungspotenzial". Ferner wird geprüft, ob sich für den geplanten Neubau des Verbands Wohnen an der Margaretenstraße Abwasserwärme aus dem Kanalsystem nutzen lässt.

Das BFDE hat auch das Potenzial für Photovoltaikanlagen auf Häusern und Garagen untersucht. Der Strombedarf, der für den Gesamtbereich auf 600 000 Kilowattstunden im Jahr geschätzt wird, könnte theoretisch über Sonnenenergie gedeckt werden, so Jordan.

Die Machbarkeitsstudie soll bis Ende Juli abgeschlossen sein - gleichzeitig mit Abschluss des Ideenwettbewerbs für die Maigaretenstraße. Ob in irgendein Projekt investiert wird, ist noch völlig offen.

"Wir sind nicht immer so risikofreudig", sagte Gemeinderat Martin Hoffmann (SPD-Fraktion).


Offene Stellen

Trage zur Energie­wende bei!

Das Regional­werk Würmtal ist immer auf der Suche nach engagierten Köpfen, die sowohl der Umwelt, als auch den Bürgern des Würmtals etwas Gutes tun wollen. Durch flache Hierarchien, einem angenehmen Betriebs­klima, und ein Hohes Maß an Handels­freiheit durch das selbst­ständige Arbeiten, können alle Mit­glieder des Teams einen Vorteil ziehen.
 

ZU KARRIERE


Haben Sie noch Fragen?

Wir beraten Sie gerne persönlich!

089 / 4520 836-0
 

KOSTENLOSE BERATUNG