Nachdem Burner aus der Zeitung vom Regionalwerk Würmtal erfahren hatte, fing er an zu recherchieren: „Als Ruheständler muss man natürlich rechnen. Ich wollte wissen, was es kostet.“ Als er dann nach einem Besuch des Regionalwerks Würmtal im Gautinger Bahnhof erfuhr, dass er aktuell rund 45 Euro pro Jahr sparen kann, fiel die Entscheidung für das Regionalwerk Würmtal rasch. „Der Preis und dass es ein Unternehmen aus meinem Wohngebiet ist, hat mich zum Wechseln bewogen. Auch dass die regenerativen Energien gefördert werden sollen, war ausschlaggebend“, betont Burner.
„Dass wir jetzt schon so viele Kunden gewinnen konnten, damit habe ich nicht gerechnet. Es übertrifft meine Erwartungen“, freut sich Geschäftsführer Geurtsen fest. Die Nachfrage sei ungebrochen. Dass der 500. Kunde ausgerechnet aus Gräfelfing komme, freue ihn besonders: Gräfelfing war in der Gründungsphase des Regionalwerks Würmtal eine der interessierten Gemeinden gewesen, die sich nach Auslaufen der Konzessionsverträge mit EON dennoch erneut für den Großkonzern entschieden hatte.
Das Regionalwerk Würmtal wurde am 1. April dieses Jahres von den Gemeinden Gauting, Planegg und Krailing sowie den Stadtwerken München gegründet. Damit haben die drei Gemeinden ihre Energieversorgung wieder in die eigenen Hände genommen. Alle drei Kommunen hatten zuvor Konzessionsverträge mit EON, die ausgelaufen waren. Nach einer mehrjährigen Planungsphase gründeten die Gemeinden dann das Regionalwerk Würmtal. „Wir sind optimistisch, dass wir zum Jahreswechsel auch die Netze in Besitz nehmen können“, betont Geurtsen. Denn die Durchleitungsgebühren, die ein Netzbesitzer erheben kann, sind es, die dem Regionalwerk Würmtal die Wirtschaftlichkeit sichern. Dass der Vorbesitzer EON hier so zögerlich ist, erstaunt Geurtsen nicht. Das kenne er, das solle auf alle Rekommunalierungsvorhaben abschreckend wirken. „Wir hoffen, dass wir ohne gerichtliche Auseinandersetzung zu unserem Ziel kommen“, ergänzt Michalek.
Zum Fototermin geladen war auch die allererste Kundin des Regionalwerks, Erika Hannen. Ihre erste Reaktion nachdem sie vom Regionalwerk erfahren hatte: „Da bin ich dabei, in Gauting hält ma‘ zamma“. Die Vorteile eines regionalen Anbieters hatte Hannen bereits an ihrem langjährigen Wohnort Germering bei den dortigen Stadtwerken machen können. So erlebt sie es nun auch mit dem Regionalwerk Würmtal: „Das ist familiär, da kann man hin und reden oder auch anrufen“.
Die Geschäftsstelle ist im Gautinger Bahnhof. Beratungen und Vertragsabschlüsse sind jedoch auch online über die Website des Regionalwerks Würmtal möglich.